Noten für Arbeits- und Sozialverhalten sind eine Haltungsfrage

Dirk Rosellen
Dirk Rosellen
Rhein-Kreis Neuss, 13.11.2014. Die FDP-Kreistagsfraktion hält die Abschaffung von Noten für das Arbeits- und Sozialverhalten durch die rot-grüne Landesregierung für einen Fehler. Aus Sicht der Liberalen sollte es zukünftig wieder jeweils eine Note für das Arbeits- und das Sozialverhalten geben. Dies ermöglicht Transparenz und begrenzt gleichzeitig den bürokratischen Aufwand für Pädagogen. „Neben fachlichen Ergebnissen müssen weitergehende Anstrengungen der Schülerinnen und Schüler angemessen in den Blick genommen werden. Gerade für leistungsschwächere Kinder und Jugendliche stellen diese Noten eine Chance dar“, betont Dirk Rosellen, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion. Eine solche Chance dürfe den jungen Menschen nicht verwehrt werden.

„Mögliche Beschreibungen alleine können einer angemessenen Berücksichtigung aller Anstrengungen der Schülerinnen und Schüler nicht gerecht werden“, kritisiert Rosellen. Schülerinnen und Schülern müssten in einer umfassenden Rückmeldekultur an Schulen weitere Chancen für Erfolgserlebnisse eröffnet werden. Gerade im Zuge der Umsetzung der Inklusion würden neben den fachlichen Leistungen sogenannte „weiche“ Faktoren für Kinder und Jugendliche an Bedeutung gewinnen.

Insbesondere auch ausbildende Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss würden neben fachlichen Defiziten bei jungen Menschen gerade Aspekte wie Pünktlichkeit, Leistungsbereitschaft oder Zuverlässigkeit als vielfach problematisch wahrnehmen. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels bestehen hier für viele Jugendliche zusätzliche Profilierungschancen, die wir eröffnen müssen. Letztlich ist eine transparente Rückmeldung zum Arbeits- und Sozialverhalten eine Frage der Haltung. Es geht auch darum zu verdeutlichen, welchen Wert man diesen vermeintlichen Sekundärtugenden beimisst“, so Rosellen.


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