FDP-Kreistagsfraktion setzt beim Thema Inklusion auf Wahlfreiheit und Erhalt der Förderschulen

Rhein-Kreis Neuss, 10.04.2014. Nach monatelangem Streit zwischen den kommunalen Spitzenverbänden und der rot-grünen Landesregierung über die Kosten der schulischen Inklusion hat es nun offenbar eine Einigung gegeben. „Wir begrüßen natürlich sehr, dass die Landesregierung endlich anerkannt hat, dass gelingende Inklusion nicht kostenfrei zu haben ist, aber wesentliche Fragen sind immer noch ungelöst“, so Dirk Rosellen, Kreistagsabgeordneter und Vorsitzender des Kreisjungendhilfeausschusses.

Hierzu zählt erstens die Frage nach der Qualität. Qualitätsvorgaben sind wichtig, weil sie für die Kinder und Jugendlichen mit Handicap einen Schutz bedeuten. Es muss klar sein, dass Inklusion dem Kindeswohl dient und überall eine liebevolle und pädagogisch hochwertige Förderung sichergestellt ist. „Wir vermissen unverändert klare Standards dafür. Schulministerin Löhrmann von Bündnis 90/Die Grünen hatte bewusst darauf verzichtet, um die Konnexität zu umgehen“, kritisiert Rosellen.

Zweitens muss aus Sicht der FDP-Kreistagsfraktion für Eltern eine Wahlfreiheit bestehen, ob sie sich für eine Regel- oder eine Förderschule entscheiden. „Tatsächlich besteht aber unverändert der Eindruck, dass die rot-grüne Landesregierung in Wahrheit ein einheitliches Schulsystem ohne Förderschulen anstrebt. Wir haben sehr gute Förderschulen im Rhein-Kreis Neuss. Diese wollen wir erhalten, da es sich in der Praxis gezeigt hat, dass sich nicht alle Schüler an einer Regelschule am besten aufgehoben fühlen. Wahlfreiheit darf kein Lippenbekenntnis bleiben“, so Rosellen.


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