-

Einbruchkriminalität mit Sofortprogramm wirksam bekämpfen

Walter Boestfleisch
Walter Boestfleisch
Rhein-Kreis Neuss, 24.04.2013. „NRW braucht ein Sofortprogramm Beute zurück“, fordert Walter Boestfleisch stellvertretender Vorsitzender der FDP im Rhein-Kreis Neuss. Auf Antrag der FDP-Landtagsfraktion wird am kommenden Freitag, 26. April 2013, über einen Initiative zur Bekämpfung der Einbruchkriminalität diskutiert. Die FDP sieht Handlungsbedarf, weil die Anzahl der Wohnungseinbrüche in NRW in den vergangenen Monaten massiv gestiegen sind.
Nächste Seite...



Einbruchkriminalität mit Sofortprogramm wirksam bekämpfen

Walter Boestfleisch
Walter Boestfleisch
Rhein-Kreis Neuss, 24.04.2013. „NRW braucht ein Sofortprogramm Beute zurück“, fordert Walter Boestfleisch stellvertretender Vorsitzender der FDP im Rhein-Kreis Neuss. Auf Antrag der FDP-Landtagsfraktion wird am kommenden Freitag, 26. April 2013, über einen Initiative zur Bekämpfung der Einbruchkriminalität diskutiert. Die FDP sieht Handlungsbedarf, weil die Anzahl der Wohnungseinbrüche in NRW in den vergangenen Monaten massiv gestiegen sind.

Im Schnitt wird in Nordrhein-Westfallen alle zehn Minuten in eine Wohnung oder ein Haus eingebrochen. „In den letzten drei Jahren sind die Einbruchzahlen in NRW landesweit um 30 Prozent gestiegen. Im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde im Rhein-Kreis Neuss gab es im Jahr 2012 1452 Fälle. Diese Zahlen sind besorgniserregend. Schwerer noch wiegt die Tatsache, dass in NRW nur bei 13 von 100 Einbrüchen Tatverdächtige ermittelt werden können, wovon nur ein geringer Teil auch bestraft wird. Zur Bekämpfung dieser Kriminalitätssteigerung brauchen wir ein wirksames Gesamtkonzept“, stellt Boestfleisch fest.

Den Handlungsbedarf belegt auch die Aufklärungsquote von nur 11,91 Prozent im Rhein-Kreis Neuss. Die Kreispolizeibehörde müsse darlegen, inwieweit maßgeschneiderte und ortsspezifische Konzepte bestehen und konsequent umgesetzt werden.

Die FDP spricht sich mit ihrem Antrag dafür aus, dass Landesregierung und Polizei die Aufklärungsarbeit verbessern, auf öffentlichkeitswirksamen Aktionismus verzichten und den Fahndungsdruck erhöhen. „Um bei der Verfolgung von Einbrechern erfolgreich zu sein, müssen die Vertriebskanäle der Beute ins Visier genommen werden. Es muss endlich eine gezielte Sachfahndung geben. So bekommen die Betroffenen nicht nur das Diebesgut zurück, so können auch Täter dingfest gemacht werden. Anreize für Einbrüche werden durch ein spürbar erhöhtes Entdeckungsrisiko verringert. Außerdem könnte durch eine verbesserte Aufklärung der kriminelle Hintergrund wie Hehlerbanden und Verbleib des Diebesgutes aufgedeckt werden. Durch "Beute zurück" könnten weiterhin die Prämien der Diebstahlversicherungen stabilisiert oder reduziert werden. Auch die Aufklärung der steigenden Zahl von Versicherungsbetrug dürfte ein positiver Nebeneffekt sein“, so Boestfleisch.

Ein geeignetes Mittel sei aus Sicht der Liberalen zudem die systematische Öffentlichkeitsfahndung nach Diebesgut mit Hilfe des Internets. Die Kreispolizeibehörde benötige für eine erfolgreiche Einbruchsbekämpfung vor Ort aber grundsätzlich in ausreichender Zahl motivierte Polizistinnen und Polizisten. Statt Polizeikräfte durch medienwirksamen Aktionismus zu binden und diese durch einen eingeleiteten Stellenabbau und eine diffuse Besoldungspolitik zu verunsichern, müsse die Landesregierung endlich für einen zielgerichteten Personaleinsatz anhand eines wirksamen Gesamtkonzeptes sorgen, fordert Boestfleisch.
Nächste Seite...