Rot-grüne Landesregierung zeigt zu wenig Engagement beim nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen

Dirk Rosellen
Dirk Rosellen
Rhein-Kreis Neuss, 19.11.2015. An Volkshochschulen, aber auch an einigen anerkannten Weiterbildungseinrichtungen in anderer Trägerschaft können mit finanzieller Unterstützung des Landes nachträglich Schulabschlüsse erworben werden. Rückmeldungen aus Weiterbildungseinrichtungen zeigen jedoch, dass zumindest regional offenbar deutlicher Nachsteuerungsbedarf besteht. Hierzu erklärt der schul- und bildungspolitische Sprecher der Kreistagsfraktion der Freien Demokraten im Rhein-Kreis Neuss DIRK ROSELLEN: „Es wird sogar von Wartelisten für den Besuch solcher Lehrgänge berichtet. Die Flüchtlingssituation wird den Bedarf noch weiter erhöhen. Es ist daher eine möglichst schnelle Abfrage der Bedarfe erforderlich. Die rot-grüne Landesregierung weigert sich jedoch, zeitnah eine solche unbürokratische Abfrage an Weiterbildungseinrichtungen durchzuführen, um etwaigen zusätzlichen Nachsteuerungsbedarf zu prüfen.

Bis 2017 soll ein online-basiertes Berichtssystem in der Weiterbildung etabliert werden, das auch gegebenenfalls weitergehende finanzielle Nachsteuerungsbedarfe ermittelt. Vor diesem Zeitpunkt wollen SPD und Grüne bei den Lehrgängen zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen nicht tätig werden. Die neue Berichtspflicht ist richtig und wichtig, aber der nachträgliche Erwerb von Schulabschlüssen ist zu bedeutend, als dass wir dringende Appelle ignorieren können. Wir können nicht wie von Rot-Grün beabsichtigt mindestens zwei weitere Jahre „im Blindflug“ unterwegs sein. Es geht hier darum, zusätzliche berufliche und Lebenschancen zu eröffnen. Gerade erst ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss angestiegen. Letztlich verbaut die rot-grüne Landesregierung den Betroffenen mit diesem Vorgehen Erwerbs- und Lebenschancen. Es ist sehr bedauerlich, dass die rot-grüne Landesregierung nicht bereit ist, aktiv zu werden und die Weiterbildungseinrichtungen zeitnah stärker zu unterstützen. Nur ständig den Slogan „Kein Abschluss ohne Anschluss“ hochzuhalten, aber nicht zu einem flexiblen Vorgehen zur Unterstützung der Weiterbildungseinrichtungen bereit zu sein, ist zu wenig.“


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