Probleme bei der S8 – Für FDP-Kreistagsfraktion sind Antworten nicht zufriedenstellend und kundenunfreundlich

Rolf Kluthausen
Rolf Kluthausen
Rhein-Kreis Neuss, 26.02.2015. In der letzten Sitzung des Kreis-Nahverkehrs- und Straßenbauausschusses am 24.02.2015 wurden auch die Probleme bei der S8 nach dem Wechsel auf die neuen Triebwagen behandelt. Die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP hatten dazu eine Anfrage gestellt. Hintergrund war, dass es aufgrund der neuen Triebfahrzeuge in den Spitzenzeiten in Richtung Düsseldorf schon ab den Haltestellen Kleinenbroich und Büttgen zu Engpässen kam, so dass keine Fahrgäste mehr zusteigen konnten. Die neuen Triebwagen sind zwar mit sanitären Anlagen ausgestattet, bieten dafür aber deutlich weniger Sitz- und Stehplätze.

„Die Situation insbesondere an den Haltestellen im Rhein-Kreis Neuss ist nicht akzeptabel“, findet Rolf Kluthausen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Rhein-Kreis Neuss und verkehrspolitischer Sprecher, „da besonders Berufstätige und Schüler morgens auf dem Weg zur Arbeit und zur Schule betroffen sind. Die Aussagen der DB Regio AG und dem VRR zu den Problemen sind wenig zufriedenstellend und nicht kundenfreundlich.“

„Da hilft auch die Entschuldigung nichts, dass der Hersteller Alstom erst nach und nach die bestellten Wagen ausliefert und angeblich erst jetzt bis auf zwei Wagen alle geliefert sind“, so Kluthausen.

Nach Auskunft der DB Regio AG seien auch nicht die fehlenden 20 Sitze und 179 Stehplätze pro Zug der Grund für die mangelnde Betriebsqualität. Im Rahmen der Planungen für die Ausschreibung sind 2010 bis 2011 Analysen der Fahrgastzahlen durchgeführt worden, wonach die aktuellen Kapazitäten für die Strecke ausreichend seien. Zudem wurden vom VRR am 13.01. und 14.01.2015 Zählungen auf der S8 im Bereich Büttgen in der Hauptverkehrszeit durchgeführt, die ergeben haben, dass die vom VRR bestellten Kapazitäten ausreichen. Das sieht Kluthausen jedoch anders. „Erstens waren die ursprünglichen Bedarfsanalysen bereits vor fünf Jahren und zweitens bin ich selber im Januar mehrfach zu den Hauptverkehrszeiten mit der S8 Richtung Düsseldorf gefahren und die Bahn war in Kleinenbroich schon immer proppenvoll.“

Auch die Probleme bedingt durch die geringere Anzahl an Türen würden laut DB Regio später gelöst. „Wenn jetzt eine Türe nicht funktioniert, sollten die Fahrgäste den Lokführer darüber informieren. Der kommt, so Originalton DB Regio, dann mit dem entsprechenden Werkzeug, um das Problem selber zu lösen. In welcher Dienstleistungswüste leben wir eigentlich?“, fragte Kluthausen auch seine Kolleginnen und Kollegen in der Ausschusssitzung. „Es kann doch nicht sein, dass im Jahr 2015 die Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Nahverkehr derart behandelt werden?“

Die Verwaltung wurde jetzt vom Ausschuss beauftragt, die Situation weiter zu beobachten und entsprechend zu reagieren.


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